Friedenskirche Duisburg-Hamborn
Aufführung der Matthäuspassion von J.S. Bach am 22. März 2008
Hier finden Sie Ausschnitte aus Kritiken zu Konzerten der Kantorei Hamborn und andere musikalische Aktivitäten in der Friedenskirche Hamborn im Zeitraum von 2007 - 2011, die unter dem Dirigat der Kantorin Tiina M. Henke und Wolfgang Koppen standen.
Der Messias
Konzert vom Sonntag, 13. November 2011
Georg Friedrich Händel - Der Messias - Oratorium für Soli, Chor und Orchester
Händels „Messias" begeisterte
Zitat aus der WAZ vom Dienstag, 15. November 2011
Von Ilse Siepmann
,„Der Messias' von Georg Friedrich Händel ist hier immer noch unterschätzt", hieß es im Begleittext zu der Aufführung am Volkstrauertag in der Friedenskirche Hamborn. Man mochte dieser Aussage zustimmen - angesichts einiger leerer Bänke in den Seitenschiffen und auf den Emporen. Aber die 250 Zuhörer, die der Aufführung mit großer Aufmerksamkeit folgten, bewiesen mit ihrem lang anhaltenden Beifall, dass sie das Werk und seine vorzügliche Wiedergabe wohl zu schätzen wussten.
Unter der präzisen, sicheren und dynamischen Leitung von Kreiskantorin Tiina Henke musizierten die Kantorei der Friedenskirche und das Orchester „Vielharmonie" mit Konzertmeisterin Anke Vogelsänger und den Solisten Katariina Järvinen, Sopran, Luisa Kruppa, Alt, Stefan Kuhlich, Tenor und Christoph Lahme, Bass.
Tiina Henke motivierte
Der Chor, der im „Messias" einen umfangreichen und schwierigen Part zu bewältigen hat, wurde verstärkt durch einzelne Gastsänger. Gelegentlich litt die Aussprache, wenn die Konzentration in der zweistündigen Aufführung nachließ. Doch Tiina Henke wusste die 50 Sängerinnen und Sänger immer wieder zu motivieren. Dabei war ihr das Orchester eine große Hilfe, das nicht nur souverän musizierte, sondern auch aufmerksam und gekonnt die Interpretation durch die Dirigentin aufnahm und umsetzte."
Johannes-Passion
Ewiglich preisen
Prachtvolle Johannes-Passion in der Friedenskirche
Zitat aus der WAZ vom Montag, 2. Mai 2011
Bereits vor Wochenfrist wurde den Besuchern der Friedenskirche ein musikalischer Leckerbissen kredenzt.
"Mit lang anhaltendem Applaus dankten die Zuhörer in Hamborn für die eindringlich gestaltete Aufführung der „Johannes-Passion" von Johann-Sebastian Bach am Karfreitag. Solisten, Chor und Orchester zeichneten unter der Leitung von Kreiskantorin Tiina M. Henke den Passions-Text des Johannes-Evangeliums und seine Deutungen in Arien und Chorälen in berührender Weise nach.
Tiina Henke gelang es wieder einmal, aus Kantorei und Projektsängern einen Chor zu formen, der klanglich kaum Wünsche offen ließ und die zahleichen Chorstücke mit der vom Text gebotenen Intensität und Dramatik sang. Hervorzuheben sind die Choräle, gedeutet als Antwort der Gemeinde auf das Passionsgeschehen und entsprechend frei - am Text orientiert - gestaltet."
Als dramatischer Bass bewährte sich Peter
"Langjährige gemeinsame Arbeit bewährte sich im Zusammenwirken mit dem Orchester „Viel Harmonie Düsseldorf" (Konzertmeisterin Anke Vogelsänger), das nicht nur dem Chor sondern auch den Solisten ein sicherer Partner, aber auch eigenständiger, durchsichtig spielender Klangkörper war. Unter den Solisten hatte Jörg Nitschke, Tenor, als Evangelist und Interpret der Arien den anspruchsvollsten Part zu bewältigen. Mit seiner kräftigen, auch in den Höhen leicht geführten Stimme betonte er die Rolle des nüchternen Berichterstatters und brachte stärkere Differenzierung nur in die Arien ein. Mit großer Eindringlichkeit gestaltete Katariina Järvinen die Sopran-Arien. Der kräftige Alt von Esther Borghorst und der noble Bariton von Sebastian Voges setzten weitere Akzente. Als dramatischer Bass bewährte sich wieder einmal Thomas Peter. Mit souveränem, klaren Dirigat leitete Tiina Henke die Aufführung bis zur hervorgehobenen, abschließenden Choralzeile: Ich will dich preisen ewiglich."
Bachs Weihnachtsoratorium
Konzert vom 4. Dezember 2010
Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bach- Teil I. - III. - BWV 248
Bastion der Kirchenmusik: Oratorium mit Kreiskantorin
Zitat aus der Rheinischen Post vom 6. Dezember 2010 von Ingo Hoddick
(hod) "Die evangelische Friedenskirche Duisburg-Hamborn bleibt eine Bastion der Kirchenmusik, vor allem im Duisburger Norden. Das zeigte sich jetzt wieder, als dort das beliebte und bekannte Weihnachtsoratorium BWV 248 von Johann Sebastian Bach aufgeführt wurde, genauer gesagt dessen erste Hälfte, also die ersten drei der sechs Kantaten.
Denn Duisburgs Kreiskantorin Tiina Marjatta Henke hatte ihren recht großen Chor, die Kantorei der Friedenskirche Hamborn mit Gästen, punktgenau vorbereitet und sorgte als Dirigentin für eine insgesamt geschlossene und weitgehend stilsichere Aufführung. Dazu kam das an dieser Stelle bewährte kleine Orchester „VielHarmonie Düsseldorf", bei dem die Konzertmeisterin Anke Vogelsänger und der Soloflötist Stephan Dreizehnter aus den
Reihen der Duisburger Philharmoniker kommen. Der Instrumentalpart war in den großen Sätzen wenig ausgewogen, dafür in den kammermusikalischen Nummern fein ausgehört. Durchwachsen auch die Leistung der vier professionellen Gesangssolisten Carola Fackert (Sopan), Esther Borghorst (Alt), Johannes Klüser (Tenor) und Sebastian Voges (Bass). Am überzeugendsten wirkte die warme und jederzeit bewusst gestaltete Stimme der kurzfristig eingesprungenen Altistin. Der Tenor erschien als Evangelist etwas affektiert, erfreute jedoch mit seinen Arien, zum Beispiel mit federleichten Koloraturen in „Frohe Hirten, eilt".
Ganz am Anfang gab es eine kleine, kalkulierte Irritation. Anstelle des bekannten Textes „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage" wurde zunächst „Tönet ihr Pauken, erschallet, Trompeten" gesungen- also der Anfangs-Text jener seiner weltlichen Kantaten BWV 214, die Bach hier verarbeitet hatte. Sicher, so werden das Pauken-Solo und die nachfolgenden Trompeteneinsätze plausibel - doch die Textänderung verwirrt eher und ist zudem nur Kennern verständlich."
Cherubini-Requiem
Sonntag, 28. März 2010, 17.00 Uhr:
Konzert Luigi Cherubini (Requiem c-moll - zum 250. Geburtstag)
Zitat aus der Rheinischen Post vom 30. März 2010 von Ingo Hoddick
Friedenskirche: Chor und Orchester präsent
"Tiina Marjatta Henke ist zurück. Nach langer Krankheit leitete die evangelische Kreiskantorin erfolgreich das diesjährige große Konzert „ihrer" Kantorei der Friedenskirche Hamborn, sinnvoller Weise am Palmsonntag. Wie immer kongenial ergänzt durch das Orchester „Vielharmonie Düsseldorf mit der Konzertmeisterin Anke Vogelsänger aus den Reihen der Duisburger Philharmoniker. Die Programmfolge war ebenso passend wie interessant: Auf den kurzen „Begräbnisgesang" op. 13 für Chor und Bläser von Johannes Brahms folgten die Sinfonie Nr. 7 h-Moll „Unvollendete" von Franz Schubert und als Hauptwerk „das" Requiem von Luigi Cherubini (zum 250. Geburtstag) und seiner Zeit (komponiert 1816). Romantik und Trauer, sanfte Zuversicht und schlichte Tiefe schienen da die verbindenden Themen.
Nicht nur das (Profi-)Orchester, sondern auch der (Laien-)Chor wirkte in der Friedenskirche umwerfend präsent. Da wurde jedes Detail deutlich umgesetzt, und das mit flotten Tempi. Zum Beispiel erstrahlten auf diese Weise in Cherubinis „Pie Jesu"-Satz die melodischen Konturen in Chor und Klarinetten einleuchtend klar. Schade nur, dass zumindest im Kopfsatz der „Unvollendeten" das Tempo zu oft gewechselt wurde. Insgesamt war es aber wieder eine Sternstunde der Kirchenmusik. Die evangelische Kreiskantorin Tiina Marjatta Henke sorgte für eine Sternstunde der Kirchenmusik."
Sonntag, 28. März 2010, 17.00 Uhr:
Konzert Luigi Cherubini (Requiem c-moll - zum 250. Geburtstag)
Zitat aus der WAZ vom 30. März 2010 von Rudolf Hermes
Mitreißende Leistung
"Der französische König Ludwig XVI. wurde 1791 im Verlauf der Französischen Revolution hingerichtet, sein Requiem bekam er jedoch erst 1817 von Luigi Cherubini komponiert, als Napoleon abgesetzt war. Das selten zu hörende Cherubini-Requiem erklang nun in einem Konzert der Kantorei der Friedenskirche Hamborn. Außerdem erklangen Werke von Johannes Brahms und Franz Schubert. Eröffnet wurde das Konzert mit dem Begräbnisgesang op. 13 von Johannes Brahms, einem düster-getragenen Werk, das nur von Bläsern begleitet wird. Die Sängerinnen und Sänger der Kantorei der Friedenskirche fielen hier bereits durch eine sehr genaue Artikulation auf, die eine große Textverständlichkeit garantierte."
"Das Requiem c-Moll von Luigi Cherubini, der vor 250. Jahren geboren wurde, vereint, wie es sich für ein Werk dieser Gattung gehört, klingende Trauer und Trost. In der Aufführung der Kantorei der Friedenskirche gelang unter dem Dirigat von Tiina Marjatta Henke ein packendes „Dies Irae", das mit Posaunen und Tamtam die Schrecken des Jüngsten Tages zeichnet. Der Chor bot hier eine mitreißende Leistung und machte das Entsetzen über die Schrecken dieses Tages eindrucksvoll hörbar....()"
"()...Zu loben ist die rhythmische Genauigkeit, mit der die Kantorei die schmissigen Fugen Cherubinis sang, und die Transparenz des Klangbildes, das sehr klar strukturiert war. Ein ungewöhnliches Werk für ein Kirchenkonzert war Franz Schuberts Sinfonie Nr. 7 h-Moll, die „Unvollendete". Das gerade einmal mit 15 Streichern und ebensoviel Bläsern besetzte Orchester „Vielharmonie Düsseldorf" war in seiner Größe dem Kirchenraum angepasst und bot unter dem Dirigat von Tiina Marjatta Henke eine Aufführung, die sowohl in Schuberts Melodien schwelgte, gleichzeitig aber auch die dramatischen Elemente des Werkes kraftvoll zu Gehör brachte. Das Publikum in der gut besuchten Hamborner Friedenskirche spendete der „Vielharmonie Düsseldorf", der Kantorei der Friedenskirche und ihrer Dirigentin reichlich Beifall."
Händel zum 250. und Haydn zum 200. Todesjahr
Sonntag, 1. November 2009, 16.00 Uhr:
Konzert Händel zum 250. und Haydn zum 200. Todesjahr
Zitat aus der Rheinischen Post, Montag, 3. November 2009
Jubilare im Kirchenkonzert gefeiert
"Duisburg (RP) Klar, dass auch die Friedenskirche Hamborn in ihren jährlichen großen Kirchenkonzert die beiden großen Komponisten-Jubilare dieses Jahres feierte: Georg Friedrich Händel zum 250. Todesjahr und Joseph Haydn zum 200. Todesjahr.
(...)Die hauseigene Kantorei wird durch die Mitglieder von Koppens Kantorei (Oberhausen-) Buschhausen klangvoll verstärkt. Den kleinen, aber anspruchsvollen Orchesterpart übernimmt immer das bewährte Orchester Vielharmonie Düsseldorf, bei dem nicht nur die Konzertmeisterin Anke Vogelsänger aus den Reihen der Duisburger Philharmoniker kommt. Das Programm war geschickt angelegt, chronologisch rückwärts und zum Ende hin immer leichter zu hören. Auf die späte, große und besonders im "Benedictus" tiefgründige "Theresienmesse" von Haydn folgte eines seiner noch relativ barocken Orgelkonzerte, so dass Continuo-Organist Thomas Pauschert sich auch mal solistisch hervortun konnte. Schließlich gab es noch den dritten Teil aus Händels beliebtem Oratorium "Messias" - natürlich nicht ohne das bekannte "Halleluja" (...)"
Passionskonzert - Heinrich von Herzogenberg
Freitag, 10.04.2009, 18 Uhr (Karfreitag): Passionskonzert - Heinrich von Herzogenberg (1843 - 1900)
Die Passion op. 93
Zitat aus der Rheinischen Post, Mittwoch, 15.04.2009 – von Ingo Hoddick
Gesangs-Solisten waren eine Klasse für sich
"Mit ihrem jüngsten großen Konzert bewies die Kantorei an der Evangelischen Friedenskirche Hamborn wieder einmal ihre große Klasse. Klangschön und selbstbewusst erlebte das Publikum unter der Leitung von Wolfgang Koppen diesmal „Die Passion", das selten zu hörende „Kirchenoratorium für Soli, Chor, Streichorchester, Harmonium, Gemeindegesang und Orgel" op. 93 von Heinrich von Herzogenberg (1843 - 1900).
Viel Originelles zu entdecken
Sicherlich ein großer Verdienst, einmal dieses Werk des kompositionshandwerklich unglaublich versierten Brahms-Freundes aufzuführen. Herzogenberg, selbst Katholik, schrieb seine Passion für den evangelischen Gottesdienst. Damit steht er in der direkten Nachfolge von Johann Sebastian Bach. Er schrieb seine Passion in zwei in sich geschlossenen Teilen, den ersten für den Gründonnerstag, den zweiten für den Karfreitag. Beide Teile zusammen dauern etwa zweieinhalb Stunden, deshalb erklang jetzt in der Friedenskirche - abgesehen vom Eingangschor und dem ersten Gemeindechoral - nur der zweite Teil. Da gibt es viel Originelles zu entdecken, etwa wenn die Melodik der vom (damals modernen) Harmonium begleiteten Evangelisten-Rezitative aus dem bekannten Lied „O Haupt voll Blut und Wunden" abgeleitet ist und die singende Gemeinde, begleitet von der Orgel, quasi interaktiv mit einbezogen wird. Es gibt da aber auch weniger inspirierte Längen, etwa in dem nicht enden wollenden Orgelnachspiel.
Herzogenbergs ein Jahr zuvor entstandenes Weihnachtsoratorium „Die Geburt Christi", das vor einigen Jahren in Großenbaum zu erleben war, ist gegenüber der „Passion" das eindeutig bessere Werk. Obwohl es in diesem Stück praktisch keine Arien gibt, waren auch die fünf Gesangs-Solisten eine besondere Freude, von der Weltklasse-Sopranistin Antje Bitterlich bis zu dem 21 Jahre jungen Folkwang-Studenten Niklas Hellwig (als Bass-Pilatus), allen voran Tenor Jörg Nitschke. Die Streicher der Vielharmonie Düsseldorf (Konzertmeisterin ist Anke Vogelsänger aus den Reihen der Duisburger Philharmoniker) wurden unterstützt von Christian Gerharz (Harmonium) und Peter Bartetzky (Orgel)".
Weihnachtskonzert 2008
"Weihnachtskonzert war weit mehr als ein Ersatz"
Zitat aus der Rheinischen Post vom 23. Dezember 2008 (hod)
"(hod) Ursprünglich hatte die Friedenskirche Hamborn ein großes Konzert "Weihnachten mit Bach" geplant, mit Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium umd dem Magnificat. Eine Erkrankung der Kreiskantorin machte diesen Plan zunichte - doch das Weihnachtskonzert "Machet die Tore weit", das jetzt das ganz gefüllte Gotteshaus erfreute war weit mehr als ein Ersatz. Denn jetzt gab es schöne kleinere Kantaten und Chorsätze im Wechsel mit Lesungen aus den Evangelien, von den wunderbar wohlklingenden Motetten "Machet die Tore weit" für sechsstimmigen Chor und Instrumente von Andreas Hammerschmidt (1612 - 1675) beziehungsweise "Übers Gebirg Maria geht" für fünfstimmigen Chor und Instrumente von Johann Eccard (1553 - 1611) bis zum Abschluss-Choral "Lobt Gott ihr Christen alle gleich" in sechs verschiedenen Besetzungen bis hin zum prächtigen Tuttisatz (einschließlich Gemeindegesang und Orgel) von dem 1966 geborenen Klaus Müller.
Vom ursprünglichen Plan blieben immerhin sieben Choralsätze aus dem Weihnachtsoratorium BWV 248 von Johann Sebastian Bach, von "Wie soll ich dich empfangen" bis "Ich steh an deiner Krippen hier", mit jeweils zwei Strophen, im Prinzip die bekannte erste Strophe sowie die von Bach an dieser Stelle verwendete. Ein weiterer Höhepunkt war die meisterhafte Advents-Kantate "Machet die Tore weit" von Georg Philipp Telemann.
Besonders erfreulich wirkte, wie stilsicher alle Mitwirkenden vor allem mit der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts umgingen: die Sopranistin Anke Haun, der Bassist Michael Krajnc, die wieder einmal tadellose Kantorei der Friedenskirche, der von Karl Berger geleitete Evangelische Bläserkreis Duisburg-Nord und Mitglieder der Vielharmonie Düsseldorf mit ihrer Konzertmeisterin Anke Vogelsänger (aus den Reihen der Duisburger Philharmonker), unter der jederzeit umsichtigen Gesamt-Leitung von Wolfgang Koppen. So sollte Weihnachtsmusik sein.
Matthäuspassion in der Friedenskirche Hamborn
"Wunderbar wogendes Wolkenmeer von Seufzern"
Zitat aus der Rheinischen Post vom 27. März 2008 (hod)
Drei Stunden doppelchörig
"(hod) Die Hamborner Friedenskirche ist ein Hort der Kirchenmusik, und auch in diesem Jahr war das der einzige Ort in unserer Stadt, wo eine (komplette) Passionsvertonung von Johann Sebastian Bach aufgeführt wurde. Da die Matthäuspassion BWV 244 doppelchörig ist, lag eine Kooperation nahe: Den ersten Chor übernahm die Kantorei der Friedenskirche Hamborn und die Gesamtleitung Kreiskantorinn Tiina Marjatta Henke, den zweiten Chor und den Ort einer ersten Aufführung die von Andreas Petersen vorbereitete Kantorei der Friedenskirche Düsseldorf".
"Die gut dreistündige Veranstaltung füllte die Hamborner Kirche vollständig. Und man hatte sich nicht zu viel versprochen, denn es gab eine überwiegend stilsichere Interpretation zu erleben, wobei besonders die keineswegs selbstverständliche Präzision und Kondition der beiden Kirchenchöre beeindruckte. Dazu trug auch das (gleichfalls geteilte) Orchester Vielharmonie Düsseldorf bei, in dem übrigens neben der Konzertmeisterin Anke Vogelsänger noch ein paar andere Mitglieder der Duisburger Philharmoniker mitwirkten. Ein besonderer Pluspunkt waren die nicht nur hier bereits bewährten Gesangsolisten: Katariina Järvinnen (Sopran), Antje Günther (Alt, beide zusammen ersetzten auch mal den Knabenchor), Jörg Nitschke (Tenor: Evangelist und Arien), Gregor Finke (Bass: Arien) und Harald Martini (Bass: Jesus)..."
Elias-Konzert in der Kreuzeskirche Marxloh
"Prophetischer Zorn und gläubige Demut"
Zitat aus der NRZ Oberhausen vom 6.11.2007, ROLAND DYMKE
Fulminatener "Elias" in der Christuskirche mit vorzüglichen Solisten und einer Evangelischen Singgemeinde mit Wucht
"......Ihre Spannung wurde von einem vorzüglichen Solistenquartett teils in dramatischen Dialogen, teils in kontemplativen Monologen packend umgesetzt: der Sopranistin Katariina Järvinen, der Altistin Sibylle Hummel, dem Tenor Mario Trelles Diaz und vor allem dem Bassisten Thomas Peter, der in der "Hauptrolle" alle Ausdrucksregister - vom blutigen Zorn des Propheten bis zum resignierenden Rückzug in die Wüste - zu ziehen wusste. Eine fast schon den Kirchenraum sprengende dramatische Wucht bekam das Ganze durch die beiden Chöre, die sich zu dieser Aufführung vereinigt hatten: die Evangelische Singgemeinde Oberhausen und die Kantorei der Friedenskirche Hamborn, deren Dirigenten Konrad Paul und Tiina Marjatta Henke je einen Teil des Werkes leiteten......."
Elias-Konzert in der Kreuzeskirche Marxloh
"Hochklassiges Konzert begeisterte"
Zitat aus der WAZ vom 07.11.2007:
Viele Besucher in der Kreuzeskirche
".....Mit lang anhaltendem Beifall dankten die Besucher in der Kreuzeskirche Marxloh den Mitwirkenden der Oratorienaufführung ,,Elias" von Felix Mendelssohn-Bartholdy für ein hochklassiges Konzert. Die Ausführenden Katariina Järvinen, Sopran, Sibylle Hummel, Alt, Mario Trelles Diaz, Tenor und Thomas Peter, Bass, sowie die Singgemeinde Oberhausen, die Kantorei der Friedenskirche Hamborn und die ,,Vielharmonie" Düsseldorf fügten sich stimmlich, instrumental und musikalisch zu eindrucksvoller Geschlossenheit zusammen. Unter der Leitung von Konrad Paul, Oberhausen, und Tiina Marjatta Henke, Hamborn, wurde das Ensemble sowohl den hohen dramatischen Anforderungen als auch den eher meditativen und besinnlichen Partien gerecht. Die Zusammenarbeit der beiden Chöre, die das Werk am Abend zuvor in Oberhausen aufgeführt hatten, erwies sich als Glücksfall. Die große ZahI der Sänger ermöglichte einen Chorklang, der selbst im Fortissimo, etwa beim Eingangs- und Schlusschor, noch kultiviert und akzentuiert in der Aussprache blieb.....Das Publikum war begeistert...."
90. Geburtstag der Kantorei
"Kantorei der Friedenskirche bekam gleich vier Stunden Gesang zum 90. Geburtstag. Die Nacht der Chöre kam gut an...."
Zitat aus der WAZ vom Mittwoch, 20. Juni 2007:
"Ein Ständchen in Ehren"
"Ein Ständchen zum 90. Geburtstag ist angemessen. Die Kantorei der Hamborner Friedenskirche bekam gleich vier Stunden musikalische Gratulationen zum 90-jährigen Bestehen. In der Nacht der Chöre, die die Kantorin der evangelischen Gemeinde Tiina Marjatta Henke zum Jubiläum organisiert hatte, traten neben dem Jubiläumschor sechs weiter Chöre auf. „Das Konzept Nacht der Chöre ist nicht neu", berichtet Henke. „Es stammt aus Hamburg."
Die Idee, die dahinter stecke sei, dass es besser ist, dem Publikum viele „kleine Häppchen" zu präsentieren. Dies sei nicht so anstrengend als einem langen Konzert zu lauschen. So konnte sich jeder aus dem abwechslungsreichen Programm interessante Punkte herausgreifen. Den Start machte die Kantorei der Friedenskirche, die die Messe D-Dur op. 86 von Antonin Dvorak präsentierte. Es folgten Chöre aus der näheren Umgebung. Der vor kurzem von Peter Bartetzky gegründete Frauenchor des Abteichores Hamborn präsentierte die Messe op. 167 von Cecile Chaminde. Gegründet wurde der Chor anlässlich des 150. Geburtstages der Komponistin.
Doch nicht nur Chöre aus der Umgebung feierten mit der Kantorei ihr Jubiläum. Der am weitesten angereiste der sechs Chöre war der Kammerchor Sirpaleet aus Finnland unter der Leitung von Katariina Järvinen. „Die Chöre, die hier auftreten, sind alle befreundet", erklärt Tiina Marjatta Henke die Auswahl. Mit dem Erfolg der Veranstaltung war die Kantorin sehr zufrieden: Schließlich seien die Besucher zahlreich erschienen. Am Sonntag gibt es einen Festgottesdienst...."














